Die MediClin Klinik am Brunnenberg – ein Haus im Wandel der Zeit- vom Erholungsheim zur modernen Rehabilitationsklinik.
Kaufmanns Erholungsheim
Vor fast 100 Jahren wurde das „Friedrich-August-Heim“ von der deutschen Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime e.V. Wiesbaden am südlichen Hang des Brunnenberges errichtet und fortan als Ferieneinrichtung im Kurort Bad Elster betrieben.
Während des 2. Weltkrieges ist es unter anderem Lazarett gewesen. In den ersten Nachkriegsjahren war im Ferien-Erholungsheim eine Lehrerbildungsanstalt untergebracht.
Bergarbeiter-Sanatorium
Grundbucheintragungen belegen den Übergang in das Eigenturm des Volkes zufolge der Befehle 124/126 der sowjetischen Militäradministration im Dezember 1951. Ab dieser Zeit erfolgte die Nutzung als Bergarbeitersanatorium in Rechtsträgerschaft der VVB Kohleindustrie Zwickau (Sachsen) unter dem Namen „Albert-Funk-Heim“. Noch heute ist diese Bezeichnung im Volksmund geläufig.
Forschungs-Klinik
Ende der 1960er Jahre bestand die Notwendigkeit für das „Forschungsinstitut für Balneologie und Kurortwissenschaft“, eine zentrale Einrichtung für die medizinisch-therapeutische Forschung zu schaffen. Man entschied sich hierfür, das „Albert-Funk-Heim“ zu nutzen, welches in der Folgezeit völlig renoviert und nach modernsten Gesichtspunkten eingerichtet wurde. So konnte Anfang 1971 mit dieser für die damalige Zeit zukunftsweisenden Ausstattung, die „Klinik Albert Funk“ eröffnet werden.
In den Indikationen Herz- Kreislauferkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates wurden in der Klinik „Albert Funk“ des FBK Bad Elster Behandlungsmodelle erforscht und erprobt, die eine Optimierung der Kurorttherapie zum Ziel hatten. Dies erfolgte vornehmlich bei den sozialmedizinisch relevanten Schwerpunktindikationen chronisch-ischämische Herzkrankheit und deren Folgezustände sowie chronisch-entzündliche Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Unter anderem wurde in dem damals praktizierten Direkteinweisungsverfahren die Zielstellung verfolgt, durch Lösung wissenschaftlicher Fragestellungen die Effektivität der Kurbehandlung nachzuweisene und zu erhöhen.
Klinik „Albert Funk“ in Privatbesitz der Hurrle Klinik GmbH
Noch vor der eigentlichen Wiedervereinigung Deutschlands wurde bereits im September 1990 ein Pachtvertrag für die Klinik „Albert Funk“ durch die Hurrle Klinik GmbH mit Sitz in Durbach abgeschlossen. Schon im Dezember des gleichen Jahres lag die Zulassung der damaligen Bundesversicherungsanstalt für Angestellte zur Durchführung von „Sofort-Rehabilitationsmaßnahmen“ in den Indikationsgruppen Krankheiten des Herzens und degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates, einschließlich Zustand nach rheuma-chirurgischen Operationen vor. Mit dem 01.02.1991 nahm die Klinik dann unter den neuen Bedingungen ihre Tätigkeit auf. Sie war damit die erste privat geführte Rehabilitationsklinik in den neuen Bundesländern die ihren Betrieb aufgenommen hatte.
„Klinik am Brunnenberg“ – ein modernes Rehabilitationszentrum
Da die Größe der Klinik für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht ausreichte, wurde bereits ein Jahr später der Grundstein für eine großzügig angelegte stationäre Rehabilitationseinrichtung am Hang des Brunnenberges gelegt. Nach relativ kurzer Bauzeit von knapp 20 Monaten konnten im Februar 1994 die ersten Patienten die neuen Gebäude beziehen. Das erste im Sächsischen Staatsbad Bad Elster neu errichtete Rehabilitationszentrum erhielt den Namen „Klinik am Brunnenberg“. Dabei wurde der früher als Forschungswurde der traditionsreiche Klinikaltbau „Albert Funk“ innerhalb eines Jahres völlig modernisiert. Am 29. Oktober 1995 wurde die Klinik am Brunnenberg dann im Rahmen einer Feierstunde wieder offiziell eingeweiht. Seit dieser Zeit betreibt die Klinik die Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation von Patienten mit kardiologischen und orthopädischen Erkrankungen und setzte die Tradition der alten Klinik fort. In den Anfangsjahren ist die Klinik besonders für seine gute Forschungsarbeit bekannt gewesen, so dass fast jeder Rheumapatient seinen Aufenthalt in diesem Hause suchte,
Die sich häufenden Gesundheitsreformen sind auch an der Klinik am Brunnenberg nicht spurlos vorüber gegangen. Im Jahre 2004 wurde das alte Gebäude der ehemaligen „Albert Funk Klinik“ von der Klinik am Brunnenberg abgetrennt und in eine Seniorenresidenz umgewandelt. Am 04.07.2004 wurde dann die erste Bewohnerin aufgenommen. Die Klinik am Brunnenberg ist seither in den von 1992 bis 1994 neu gebauten Gebäudeteilen angesiedelt und betreibt dort in 236 Betten die Fachklinik für Kardiologie und die Fachklinik für Orthopädie.